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7 Punkte für guten Content

Inhalte zu erarbeiten ist keine Raketenwissenschaft. Und doch brauchen so richtig gute Inhalte (wie alles andere im Leben) Zeit, Wissen, Sorgfalt und ein Quäntchen Liebe.

Seien Sie der Zuckerbäcker unter den Schreibenden, der Liebhaber unter den Textern, die Ausdruckstänzerin unter den Wortakrobatinnen. Und falls Ihnen das zu anstrengend ist, beherzigen Sie einfach diese sieben Punkte für guten Content:

1.    Empfängerorientiert

Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Versetzen Sie sich in die Leserschaft. Was würden Sie gerne lesen? Was möchten Sie erfahren? Was interessiert Sie?

2.    Verständlich und fehlerfrei

Kein Mensch Text ist perfekt. Ein gewisser Standard an Schriftsprache ist aber zu wünschen, um Leser nicht zu vergraulen.

3.    Textaufbau

Gerade online, wo die meisten nur drüber hinweg fliegen, muss ein Text strukturiert sein. Keine langen Bleiwüsten und ab und zu ein Zwischentitel helfen weiter.

4.    Wahrheit

Keinen Quatsch behaupten. Auch wenn heute jeder ein Experte ist und Wikipedia viel Wissen hergibt… Wer Halbwahrheiten verbreitet und abschreibt, ist schnell abgeschrieben.

5.    Geschichten

Erzählen Sie eine Geschichte. Alles was in Geschichten daherkommt, wird gemocht. Nackte Fakten sind anstrengend und fade.

6.    Hilfestellung

Liefern Sie Problemlösungsansätze und Hilfestellungen. Seien sie hilfsbereit und freigiebig mit Informationen. Wissen horten war früher.

7.    Keine Werbung

Platzieren Sie kein Produkt, keine Werbung und allerhöchstens einen unauffälligen Link zu Ihrer Website in einem Artikel. Content ist kein Vehikel für Werbebotschaften.

Kurz: Meinen Sie Ihre Inhalte ernst. Schreiben Sie sie mit Hingabe. Teilen Sie grosszügig und seien Sie frisch und unterhaltsam.

«Seien Sie der Zuckerbäcker unter den Schreibenden.»

Storytelling: Aufmerksamkeit durch Emotion

Geschichten erzeugen Aufmerksamkeit, lassen den Leser erleben, statt nur behalten und bleiben besser in Erinnerung. Die Zeit stumpfer Werbung ist vorbei. Heute will der Leser mit Informationen sein Wissen erweitern oder unterhalten werden. Sonst blendet er sie einfach aus. Inhalte sind gefragt. Die Frage nach dem Antrieb, nach dem Warum ist zentral.

Es geht um Geschichten

Storytelling, Content Marketing, Native Advertising, Brand Journalism, Branded Content, Corporate Publishing. So viele Begriffe grenzen Unterdisziplinen voneinander ab und bezeichnen doch alle entfernt dasselbe. Es geht um Geschichten. Der Mensch erzählt und liebt seit jeher Geschichten. Seit den ersten Höhlenmalereien vor 40’000 Jahren geht es darum, Erfahrungen, Wissen und Unterhaltung durch Geschichten zu transportieren. Und diese dadurch interessant und haltbar zu machen.

Mehrwert durch Dramaturgie

Wenn das Produkt es im Rahmen einer Kurzgeschichte schafft, Probleme zu lösen, besondere Eigenschaften zu entfesseln oder eine Lebenseinstellung bzw. ein Image zu transportieren, dann bleibt die Botschaft nicht nur länger im Gedächtnis, sondern erhält dadurch auch einen unterhaltenden Mehrwert. Für gutes Storytelling braucht es eine Redaktionsplanung, herausragende Schreiberlinge und einige gute Ansätze, die sich bei fast jedem Unternehmen finden lassen.

5 Gründe für den bewussten Einsatz von Storytelling:

1.    Wir alle mögen Geschichten. Jedes Kind liebt Bilderbücher und Gutenachtgeschichten. Jugendliche lesen Comics, Erwachsene lesen (hoffentlich) Bücher und sehen fern. Warum? Geschichten unterhalten uns, vermitteln Wissen und eröffnen uns neue Welten.

2.    Wir wollen etwas erleben, auch wenn es virtuell ist. Denn so kann man auch Dinge erleben, die in der Realität gar nicht möglich sind.

3.    Wir identifizieren uns mit Protagonisten und Attributen, die wir vielleicht gar nicht besitzen, aber die wir gerne hätten. Konsumieren wir ein risikofreudiges Produkt, färbt sein Glanz ja vielleicht ein wenig auf uns ab.

4.    Erinnerung, Gehirnjogging, Gedächtnistraining funktioniert über Geschichten. Das Gehirn mag es anschaulich. Zurechtgelegte Informationen werden in eine Geschichte verpackt und so besser erinnert.

5.    Geschichten sind emotional. Emotionen bleiben im Gedächtnis – und das ist es, was wir mit unserem Produkt, unserer Marke, unserer Firma im besten Fall wollen. Emotionen auslösen und in Erinnerung bleiben.

 

Storytelling/Kommunikation/Nachhaltigkeit (Dieter Herbst): http://www.wirtschaftsmagazin.ch/wirtschaftsmagazin/Artikel/2013/Jahrbuch_2013/stier_herbst.php